DASL

Landesgruppe Nord – Jahrestagung: Stadt macht Arbeit – Arbeit macht Stadt

Jahrestagung: Stadt macht Arbeit -Arbeit macht Stadt

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg © Ute Müller

Jahrestagung: Stadt macht Arbeit -Arbeit macht Stadt
Am 17.September 2021 als online-Veranstaltung

 „Arbeitswelten und Arbeitsverhältnisse sind weltweit in einem extremen Umwandlungsprozess, welcher für uns bisher unabsehbare Folgen haben wird. Für den derzeit anstehenden Veränderungsprozess werden ähnlich gravierende Folgen erwartet wie z. B. durch die industrielle Revolution“. Diese These, die wir 2019 für die Jahrestagung 2020 in Hamburg formuliert hatten, ist immer noch richtig. Angesichts der Pandemie-Situation ist das Thema aktueller denn je, denn manche Veränderungen haben sich durch die Ausnahme- und Lockdown-Situationen im letzten Jahr wie in einem großen Reallabor zumindest partiell und zeitweise schon realisiert.

Die immer noch unübersichtliche Corona-Lage bringt es mit sich, dass eine Präsenzveranstaltung mit bis zu 300 Personen für den September 2021 nicht verlässlich planbar ist, weshalb wir unter dem Motto „DASL goes digital“ selbst in das Experiment mit einsteigen und ein für unsere Jahrestagungen neues Format anbieten. Angesichts des Themas halten wir dies als Verknüpfung von Theorie und Praxis für besonders reizvoll, haben jedoch mit Rücksicht auf den Wegfall des größten Teils des gesellschaftlichen Zusammenkommens die Tagung von zwei auf einen Tag reduziert.

Am Vormittag soll es im Wesentlichen um die Einordnung des Themas in den gesellschaftlichen und planerischen Gesamtzusammenhang sowie den akademischen Input herausragender Referenten zu ausgewählten, inhaltlich zugespitzten Themenstellungen gehen. Hierfür sind eine Keynote von Prof. Jutta Allmendinger, eine Einordnung zur Lage und drei kurze inhaltliche Zukunftsdialoge vorgesehen.

Folgende Themenkomplexe sollen hierbei diskutiert werden:

  • Welche Auswirklungen haben die sich verändernden digitalen und globalen Arbeitsstrukturen auf die Stadtgesellschaft und die Lebensverhältnisse?
  • Welchen Beitrag kann (Stadt-)Planung leisten, um – unter dem Primat der Ressourcenschonung – Arbeit und Mobilität in eine lebenswerte Stadtstruktur zu integrieren?
  • Welche Leitbilder können helfen? Welche Planungsansätze sind notwendig?
  • Welche bodenpolitischen Erfordernisse und sozioökonomischen Voraussetzungen sowie planungsrechtlichen oder definitorischen Anpassungen sind notwendig, um eine Grundlage für – gleichwertige – Standortbedingungen von Arbeiten und Wohnen zu ermöglichen, damit die angestrebte und sich abzeichnende Nutzungsmischung realisierbar wird?
  • Was können wir aus der Erfahrung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeitswelt in die Zukunft übertragen?

Am Nachmittag wollen wir uns dann stärker praktischen Beispielen widmen. Hierfür wollen wir eine inhaltliche Verknüpfung zum „Austragungsort“ Hamburg herstellen. Zudem gibt es die Gelegenheit, auch andere Beispiele – gebaut, geplant, visionär oder nur theoretisch – in einer virtuellen Ausstellung aus den Landesgruppen anzusehen. Das Format bietet erstmalig die Möglichkeit, ganz andere Mittel als Text und Druck zu verwenden.

Zukunftsweisende Ideen erwarten wir uns – neben den Beiträgen der Landesgruppen zum digitalen vorbereitenden Bericht – insbesondere von den Studienprojekten der drei Universitäten, die im Sommersemester 2021 entstehen und am Nachmittag vorgestellt werden sollen.

Durch Überschneidungen und Zusammenfassungen erhoffen wir uns fokussierte Bilder und zukunftsweisende Visionen.

Damit die Mitglieder und Gäste sich auch informell austauschen und die Veranstaltung auch in diesem Jahr zum „Netzwerken“ nutzen können, soll hierfür ein spezielles Format angeboten werden.

In Kooperation mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg

sowie unter Mitwirkung
der Hafen-City-Universität,
der Technischen Hochschule Lübeck und
der Hochschule Neubrandenburg.